Von Anfang an hatte ich gelernt, dass man mit einer kleinen Episode eine große Geschichte erzählen kann, denn Geschichten, die auf eigener Erfahrung beruhen, auf einer kleinen Episode aus dem Leben eines Menschen oder eines Dorfes, sagen viel mehr aus, als wenn du schreibst: „Gestern gab es sechstausend Tote…“Sechstausend Tote kann sich kein Mensch vorstellen, aber ein Toter mit seiner Familie, mit seinen Kindern, das erschüttert den Leser!
Note: Grandios.
Entweder man ging auf sein Zimmer, schrieb, was der General gesagt hatte, und konnte dann den Abend im Lokal verbringen, oder aber man notierte sich den Namen der Ortschaft und fuhr nach der Pressekonferenz los, um zu überprüfen, ob die Geschichte auch stimmte.
Note: Schade, dass es nicht mehr viele gibt, die #Pressemitteilungen hinterfragen. #Journalisten
Der erste Schritt in den Krieg ist immer die Entmenschlichung des Feindes, vergiss das nicht! Der Feind ist kein Mensch wie du, deshalb hat er auch nicht dieselben Rechte.
Diese aufgeblasenen Popanze, die dir ihre Wahrheit zu verkaufen suchen, seien es nun Staatspräsidenten, Minister oder Generäle, waren mir immer zuwider. Und so habe ich instinktiv immer die Distanz gesucht. Heute dagegen fällt mir auf, dass viele junge Leute in der Nähe der Macht geradezu aufblühen. Sie genießen es, sie zu duzen, mit ihr essen oder ins Bett zu gehen, und hoffen dabei auf etwas Ruhm, Glanz oder auch einfach auf Informationen. Das habe ich nie getan. Und vielleicht kann man das tatsächlich als eine Form von Moral bezeichnen.